Kim Kulim

  • Geboren 1936 in Sangju, Provinz Nord-Gyeongsang, Korea

Kim Kulim gilt als erster koreanischer Avantgardekünstler. Er arbeitete mit Film und Licht, schuf Land Art und erweiterte oft die Grenzen eines Mediums. Kulim ist im Wesentlichen Autodidakt; er brach das College ab und zog nach New York, wo er Kontakt zur Art Students League aufnahm und an mehreren Gruppenausstellungen teilnahm. 

Nach seiner Rückkehr nach Korea fand seine erste Einzelausstellung 1958 im Daegu Information Center statt. Bald ging er in seiner künstlerischen Praxis über die Malerei hinaus. In den 1960er-Jahren begann Kim, die Materialität der Malerei radikal zu betonen. Für seine künstlerischen „Dekonstruktionen“ verwendete er neben Ölfarben oft verbranntes Plastik, Vinyl und Metallstücke. Er integrierte vorgefundene Objekte in seine Malerei, schuf Installationen und führte Performances auf. 

Er spielte eine führende Rolle in mehreren Künstlergruppen (Painting 68, A. G. Group, The Fourth Group) und war in der koreanischen Kunstwelt für zahlreiche Premieren verantwortlich. Er drehte die ersten koreanischen Experimentalfilme (Civilization, Woman, Money, 1969; 1/24 Seconds, 1969), inszenierte die erste Performance mit Körpermalerei in diesem Land, begründete die koreanische Mail Art (The Relics of Mass Media, 1969) und realisierte die ersten Land-Art-Projekte in Korea (From Phenomenon to Traces, 1970).

Werke von Kim Kulim in der Ausstellung