Karl Otto Götz

  • Geboren 1914 in Aachen, Deutschland (damals Deutsches Reich)

Karl Otto Götz studierte von 1932 bis 1933 an der Kunstgewerbeschule Aachen. Etwa um diese Zeit entstanden neben surrealistischen Arbeiten erste abstrakte Gemälde. Weder ein von den Nationalsozialisten auferlegtes Mal- und Ausstellungsverbot in den Jahren von 1935 bis 1945 noch die Einberufung zum Kriegsdienst, den er von 1936 bis 1938 leistete, noch die Vernichtung der meisten seiner frühen Arbeiten 1945 beim Bombenangriff auf Dresden konnten Götz davon abhalten, Kunst zu machen. 

In den 1930er- und 1940er-Jahren schuf er vor allem Spritzbilder und experimentierte mit Collagen und fotografischen Techniken wie der Solarisation und dem Fotogramm. Seine erste Einzelausstellung fand 1946 im Studio Rasch in Wuppertal statt. Als im darauffolgenden Jahr seine Monotypien in Paris ausgestellt wurden, wurden die Künstler der Gruppe CoBrA auf ihn aufmerksam. 1949 wurde er als erster deutscher Künstler Mitglied der Gruppe und wandte sich ausschließlich der abstrakten Kunst zu. 

Drei Jahre später gründete er die Frankfurter Künstlergruppe Quadriga mit und entwickelte die Rakeltechnik, die zu seinem Markenzeichen werden und ihn zu einem führenden deutschen Vertreter des Informel machen sollte. Wegweisend waren seine Rasterbilder der frühen 1960er-Jahre sowie seine Fernsehkunst, mit der er seit dem Zweiten Weltkrieg experimente. Von 1948 bis 1953 gab er die Zeitschrift Meta heraus und von 1959 bis 1979 war er Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie. Götz stellte 1959  auf der documenta und bei der Biennale von Venedig (1958 und 1968) aus.