Karel Appel

  • Geboren 1921 in Amsterdam, Niederlande
  • Gestorben 2006 in Zürich, Schweiz
  • Europa

Karel Appel studierte Anfang der 1940er-Jahre an der Rijksakademie van Beeldende Kunsten (Reichsakademie der Bildenden Künste) in Amsterdam. 1948 war er Mitbegründer der Nederlands Experimentele Groep, die noch im selben Jahr mit Künstlern aus Kopenhagen und Brüssel zu kooperieren begann und in der avantgardistischen Künstlergruppe CoBrA aufging. 1949 schuf Appel für das Amsterdamer Rathaus ein von Folk Art, Kinderzeichnungen und moderner Kunst beeinflusstes, kontrovers diskutiertes Wandgemälde mit dem Titel Vragende Kinderen (Fragende Kinder) – es blieb zehn Jahre lang verhüllt. 1950 ließ er sich in Paris nieder und verließ die Gruppe CoBrA. Anschließend schloss er sich einer Künstlerbewegung an, die sich um den Kritiker Michel Tapié (1909–1987) scharte. Dieser gab dem von der Bewegung vertretenen Stil den Namen Art informel (bzw. Art autre).

Am bekanntesten sind Appels expressive, bunte Gemälde, die Fabelwesen und Masken zeigen. Er experimentierte aber auch erfolgreich in anderen Kunstgattungen und -feldern. 1953 wurden Werke von ihm im Palais des Beaux-Arts in Brüssel, 1954 in der Martha Jackson Gallery in New York gezeigt. Ebenfalls 1954 erhielt er den UNESCO-Preis der Biennale von Venedig, 1960 wurde ihm der Guggenheim International Award verliehen. In den 1980er-Jahren arbeitete Appel mit dem bekannten Beat-Poeten Allen Ginsberg (1926–1997) zusammen.

Werke von Karel Appel in der Ausstellung