Julije Knifer

  • Geboren 1924 in Esseg, Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen (heute Osijek, Kroatien)
  • Gestorben 2004 in Paris, Frankreich

Julije Knifer begann schon vor Beginn seines Studiums an der Kunstakademie Zagreb (1951–1957) Selbstporträts zu zeichnen (Tusche und Mischtechnik), die er von 1949 bis 1952 zu einer Art Tagebuch zusammenstellte. Auf der Suche nach einem eigenen Stil experimentierte er mit der Abstraktion und gab die gegenständliche Malerei nach und nach auf. Während der letzten zwei Jahre seines Studiums definierte er die Grundlagen seines Lebenswerks, indem er die Formensprache seiner Gemälde auf schwarz-weiße Mäander reduzierte, die er auf jede erdenkliche Weise variierte. 

1959 trat er als Mitbegründer der Gruppe Gorgona in Erscheinung, und zwischen 1961 und 1973 nahm er an vier Ausstellungen der Künstlerbewegung Nove Tendencije (Neue Tendenzen) in der Galerie für zeitgenössische Kunst in Zagreb teil. Der Mäander war das ideale Sujet für seine „Anti-Malerei“, und er experimentierte damit in den verschiedensten Stilrichtungen, u.a. im Stil der geometrischen Abstraktion, des Neokonstruktivismus und der Neoavantgarde. Dabei ging es stets auch um das Thema Zeit. 

Obwohl Knifer meist in Kroatien, Deutschland, Italien und Frankreich ausstellte, sind seine Werke in bedeutenden internationalen Sammlungen vertreten, u.a. im Museum of Modern Art in New York und im Centre Georges Pompidou in Paris. 2001 vertrat Knifer Kroatien auf der Biennale von Venedig; 2014 widmete ihm das Museum of Contemporary Art in Zagreb eine große Retrospektive.

Werke von Julije Knifer in der Ausstellung