Joseph Beuys

  • Geboren 1921 in Krefeld, Deutschland (damals Deutsches Reich)
  • Gestorben 1986 in Düsseldorf, Deutschland

Joseph Beuys gehört zu den einflussreichsten und umstrittensten Künstlern Nachkriegsdeutschlands. Von 1946 bis 1954 studierte er an der Kunstakademie Düsseldorf Bildhauerei. 1953 hatte er seine ersten Einzelausstellungen in Kranenburg und im Von der Heydt-Museum in Wuppertal, 1958 setzte er zum ersten Mal Fett und Filz ein – Materialien, um die er eine biografische Legende strickte: Nach einem Flugzeugabsturz im Zweiten Weltkrieg – Beuys hatte sich freiwillig zur Luftwaffe gemeldet – sei er von Tataren gerettet worden, die ihn zum Schutz vor der Kälte mit Fett gesalbt und mit Filz gewärmt hätten. In seinen Installationen und Aktionen (z.B. Wie man dem toten Hasen die Bilder erklärt, 1965) verwendete er oft sinnträchtige Objekte und Materialien, die mit seiner Rettung und seinem Selbstverständnis als Schamane in Zusammenhang standen. Als Professor an der Kunstakademie Düsseldorf (1961–1972) setzte er sich dafür ein, dass jeder, der es wollte, freien Zugang zum Kunststudium erhielt. Beuys entwickelte einen „erweiterten Kunstbegriff“ („Jeder Mensch ist ein Künstler“), der auch sozialpolitisch Früchte tragen sollte. Zwischen 1964 und 1989 nahm er an jeder documenta teil. 1971 zeigte er im Moderna Museet in Stockholm Zeichnungen und Objekte. Die erste Retrospektive seines Werks war 1979 im Guggenheim Museum in New York zu sehen.

Werke von Joseph Beuys in der Ausstellung