John Chamberlain

  • Geboren 1927 in Rochester, Indiana, Vereinigte Staaten
  • Gestorben 2011 in New York, New York, Vereinigte Staaten

Berühmt gemacht haben John Chamberlain seine Assemblagen aus Autoteilen, die er zu abstrakten Konstruktionen mit dynamischen Formen und leuchtenden Farben zusammensetzte. Auch wenn ihn dies zu einem gefeierten Vertreter der Junk-Art machte, wurde er wegen seiner spontanen, gestischen Arbeitsweise, bei der er vor allem auf industriell gefertigte Materialien setzte, jedoch vielfach dem Abstrakten Expressionismus, der Pop-Art und dem Minimalismus zugeordnet.

Den Grundstein für sein einzigartiges Œuvre legte Chamberlain Ende der 1950er-Jahre, als er nach dem Abschluss seiner Studien am Art Institute of Chicago sowie am Black Mountain College in North Carolina nach New York übersiedelte. Seinem außergewöhnlichen Ansatz war es zu verdanken, dass man seine Arbeiten 1961 im Rahmen der Ausstellung The Art of Assemblage im Museum of Modern Art präsentierte. In den späten 1960er-Jahren ging der Künstler dazu über, auch Urethanschaum, verzinkten Stahl, Aluminiumfolie und braune Papiertüten in sein bildhauerisches Vokabular einzubeziehen.

Auch bei seinen fotografischen Experimenten, mit denen er 1977 begann, hielt er an seinem spontanen, gestischen Ansatz fest. In abrupten Gesten bewegte er die Kamera durch den Raum und erzeugte so, ähnlich wie in seinen Skulpturen, die Illusion eines „sich biegenden Raumes“. 1961 und 1964 nahm Chamberlain an den Biennalen von São Paulo und Venedig teil. Danach widmeten ihm das New Yorker Guggenheim Museum (1971 und 2012), das Museum of Contemporary Art Los Angeles (1986) und das Amsterdamer Stedelijk Museum (1996) große Einzelausstellungen.