John Biggers

  • Geboren 1924 in Gastonia, North Carolina, Vereinigte Staaten
  • Gestorben 2001 in Houston, Texas, Vereinigte Staaten

John Biggers schrieb sich 1941 am Hampton Institute in Virginia ein, wo er seinen Mentor Viktor Lowenfeld (1903–1960) kennenlernte und bei Künstlern wie Charles White (1918–1979) und Elizabeth Catlett (1915–2012) studierte. 1946, nach dem Militärdienst bei der Navy, folgte er Lowenfeld an die Pennsylvania State University, wo er 1954 in Kunsterziehung promovierte. Am bekanntesten sind Biggers’ Wandgemälde über die Conditio humana. Ein frühes Wandgemälde (Dying Soldier) wurde 1943 bei der von Lowenfeld organisierten Ausstellung Young Negro Art im Museum of Modern Art in New York gezeigt. 1949 zog Biggers nach Houston. Dort baute er den Fachbereich Kunst an der Texas Southern University auf, an dem er über dreißig Jahre lehrte. 1957 erhielt er von der UNESCO ein Stipendium, das ihm ermöglichte, als einer der ersten afroamerikanischen Künstler nach Afrika zu reisen. Er besuchte Ghana, Togo, Benin und Nigeria. Im Anschluss an diese Reise entstand das reich illustrierte Buch Ananse: The Web of Life in Africa, das 1961 publiziert wurde. Auch entwickelte Biggers ein System visueller Zeichen, die von der afrikanischen Motiv- und Symbolsprache inspiriert waren. In seinem Spätwerk beschäftigte er sich mit der Darstellung matriarchaler Systeme (als Gegenpol zum europäischen Patriarchat) und entwickelte quiltähnliche geometrische Muster.

Werke von John Biggers in der Ausstellung