Jeram Patel

  • Geboren 1930 in Sojitra, Britisch-Indien
  • Gestorben 2016 in Vadodara, Indien

Jeram Patel gehört zu den Künstlern, die in den späten 1950er- und den 1960er-Jahren die indische Kunst veränderten, indem sie eine neue visuelle Identität und neue Formen der Abstraktion entwickelten. Patel studierte zunächst Zeichnung und Malerei an der Sir J. J. School of Art in Mumbai (1950–1955), danach Design an der Central School of Arts and Crafts in London (1957–1959). 

Ende der 1950er-Jahre regte ihn eine Japanreise dazu an, neue Medien und Techniken zu erkunden. Nach seiner Rückkehr nach Indien war er 1962 Mitbegründer der kurzlebigen, aber einflussreichen Group 1890 und nahm an deren einziger Ausstellung in der Lalit Kala Akademi Gallery in Neu-Delhi teil. 

In den 1960er-Jahren entwickelte er eine neue Technik; er bearbeitete Holz mit einem Schweißbrenner und gravierte abstrakte Formen darin ein, oft vor monochromen Hintergründen in kräftigen Farben. Zu seinen anderen stilistischen Neuerungen gehörten Abstraktionen – scheinbar schwerelose Formen in schwarzer Tusche auf Papier – oder sein charakteristischer, pastoser Farbauftrag, vor allem in kräftigen schwarzen Pinselstrichen. Am bekanntesten ist wohl seine sensible, suggestive Serie Hospital (1966). 

Patel erhielt mehrere nationale Auszeichnungen; er war Professor (und später Dekan) der Fakultät für bildende Künste an der Maharaja Sayajirao University of Baroda.

Werke von Jeram Patel in der Ausstellung