Jean Dubuffet

  • Geboren 1901 in Le Havre, Frankreich
  • Gestorben 1985 in Paris, Frankreich

Jean Dubuffet begann 1917 an der École des Beaux-Arts in Le Havre Malerei zu studieren und zog ein Jahr später nach Paris. Dort besuchte er für kurze Zeit die Académie Julian, gab die Malerei aber 1924 auf. Rund acht Jahre lang hielt er sich komplett fern von allem, was mit Kunst zu tun hatte, doch 1942 kehrte er zur Malerei zurück. In seiner ersten Einzelausstellung, die 1944 in der Pariser Galerie René Drouin stattfand, zeigte er Gemälde, die das Leben in der Hauptstadt auf vereinfachte, oft humorvolle Weise schilderten (die Serie Metro, 1943). In den 1940er-Jahren bemühte er sich um einen Ansatz, der frei von allen akademischen Zwängen war, und entwickelte seinen eigenen, kindlich anmutenden Stil, der auf dem Bildvokabular von Kindern und Geisteskranken aufbaute. 1945 bezeichnete er sein künstlerisches Konzept erstmals als „Art brut“. 1948 gründete er die Compagnie de l’Art Brut; 1948 publizierte er den Essay L’Art Brut Préferé aux Arts Culturels. Dubuffet experimentierte mit Malerei, Lithografie, Bildhauerei und Schriftstellerei. Er bearbeitete die Oberflächen seiner Bilder mit Sand, Gips, Teer und Kies, um ihnen eine bestimmte Textur zu verleihen. 1962 begann er, inspiriert von einer Kritzelei, die er während eines Telefongesprächs angefertigt hatte, mit der Serie Hourloupe. 2001 ehrte ihn das Centre Pompidou in Paris mit einer Retrospektive.

Werke von Jean Dubuffet in der Ausstellung