Júlio Pomar

  • Geboren 1926 in Lissabon, Portugal

Júlio Pomar nutzt die Malerei und das Schreiben, um seinen Gedanken Ausdruck zu verleihen. Er studierte ab 1942 an der Kunstakademie in Lissabon und ab 1944 an der Kunstakademie in Porto. 

Inspiriert von dem brasilianischen Maler Candido Portinari (1903–1962) und den mexikanischen Wandmalern Diego Rivera (1886–1957), David Alfaro Siqueiros (1896–1964) und José Clemente Orozco (1883–1949), wandte sich Pomar dem Neorealismus zu, um seine antifaschistischen Überzeugungen zum Ausdruck zu bringen. 

Seine Aktivitäten im Kampf gegen das Salazar-Regime führten 1946 zu seinem Ausschluss von der Hochschule. Anschließend schrieb er für Kunst- und Literaturzeitschriften und zeigte 1947 in der Galeria Portugália in Porto seine erste Einzelausstellung. 

1950 beschäftigte er sich in Spanien mit dem Werk Francisco de Goyas, das auf seine folgenden Arbeiten, wie etwa Maria da Fonte (1947), großen Einfluss haben sollte. Zurück in Portugal, experimentierte er in den 1950er-Jahren mit Wasserfarben, Gouache, Keramik sowie verschiedenen Drucktechniken und porträtierte zahlreiche Intellektuelle. 1956 gründete er die Kooperative Gravur. 

Nach seiner Übersiedelung nach Paris im Jahr 1963 verwendete Pomar verstärkt Acrylfarben für seine farbenprächtigen neo-expressionistischen Gemälde und Collagen, die von gestischem Pinselstrich, dynamischem Bildaufbau und kräftigen Farben gekennzeichnet sind. 1967 schuf er seine erste Assemblage aus Readymades

Werke von Júlio Pomar in der Ausstellung