Ivo Gattin

  • Geboren 1926 in Split, Kroatien (vormals Jugoslawien)
  • Gestorben 1978 in Zagreb, Kroatien (vormals Jugoslawien)

Ivo Gattin gehörte zu den führenden Vertretern der informellen Kunst in Kroatien. 1953 schloss er sein Studium an der Akademie der Schönen Künste in Zagreb ab. Sein Stil war antiexpressiv; ihm ging es um Materialist. 

In seinen frühen Werken von 1956/1957 behandelte er Bildoberflächen beispielsweise mit Harz, Wachs und Zement. Später verbrannte er seine Leinwände und formte aus Sackleinen unregelmäßige Reliefs. Als Gattin von 1963 bis 1967 in Mailand lebte, schuf er Illustrationen für Lexika und verfasste ein Manifest. 

Er war Mitglied der radikalen Gruppe Gorgona, eines Kollektivs von Konzeptkünstlern, zu dem auch Julije Knifer (1924–2004) und Dimitrije Bašičević (auch Mangelos genannt) (1921–1987) gehörten. Die Gruppe stellte gemeinsam aus, gab Künstlerbücher heraus und veranstaltete von 1959 bis 1966 in Zagreb öffentliche Aktionen. Gattins Hang zu „Nihilismus und metaphysischer Ironie“, so die Kunsthistorikerin und Kuratorin Nena Dimitrijević, stand in einem krassen Gegensatz zum staatlich gebilligten sozialistischen Realismus.

Werke von Ivo Gattin in der Ausstellung