Ismail Shammout

  • Geboren 1930 in Lydda (heute Lod), Palästina (damals unter Völkerbundsmandat, heute Israel)
  • Gestorben 2006 in Amman, Jordanien

Ismail Schammut war ein palästinensischer Künstler und Kunsthistoriker. Am 12. Juli 1948 wurde er mit seiner Familie von israelischen Truppen aus seiner Geburtsstadt Lydda vertrieben. Sie fanden Zuflucht in einem Flüchtlingslager in Gaza. 1950 schrieb Schammut sich an der Kunsthochschule in Kairo ein, 1953 kehrte er nach Gaza zurück, wo er gemeinsam mit seinem Bruder Jamil eine Ausstellung auf die Beine stellte – die erste Schau eines modernen palästinensischen Künstlers in dieser Region. Sie enthielt auch das Gemälde Where to? (1953), ein ernüchterndes Ölbild, das eine Familie auf der Flucht zeigt. Ein Jahr später nahm Schammut an einer Ausstellung palästinensischer Malerei in Kairo teil, die unter der Schirmherrschaft des ägyptischen Präsidenten Gamal Abdel Nasser stattfand. In seinen realistischen Gemälden über das Leid, das die Palästinenser seit der Staatsgründung Israels 1948 erfuhren, verarbeitete Schammut auch traditionelle Elemente der palästinensischen Kultur. 1954 immatrikulierte er sich an der Accademia di Belle Arti in Rom. 1956 ließ er sich in Beirut nieder, wo er seine Künstlerkollegin Tamam Al-Akhal heiratete. 1965 ernannte ihn die PLO zum Beauftragten für Kunst und nationale Kultur. Nach dem Ende des von Israel angezettelten Libanonkriegs zog er nach Kuwait. Jahre später ließ er sich in Deutschland und schließlich in Jordanien nieder.

Werke von Ismail Shammout in der Ausstellung