Ismail Fattah

  • Geboren 1934 in Basra, Irak
  • Gestorben 2004 in Bagdad, Irak

Bis Ende der 1950er-Jahre absolvierte Ismail Fattah ein Studium der Malerei und Bildhauerei an der Kunstakademie in Bagdad. Während seine frühen Skulpturen noch traditionell und gegenständlich waren, begann er unter dem Einfluss seines Lehrers Jewad Selim (1919–1961) – einem Vertreter der modernen iranischen Kunst – mit verschiedenen Formen und Materialien, unter anderem mit Gips, zu experimentieren. 

Nach dem Studium übersiedelte er nach Italien, wo er 1962 bei einem Skulpturenwettbewerb für arabische Künstler den ersten Preis gewann. In Rom erwarb er weitere Abschlüsse in Bildhauerei (an der Accademia di Belle Arti) und Keramik (an der  Scuola d’arti e mestieri San Giacomo). Eine Ausstellung seiner Gemälde und Skulpturen, die 1965 im Nationalmuseum für moderne Kunst in Bagdad gezeigt wurde, sollte die zeitgenössische irakische Kunst verändern. Hatte Fattah seinen Schwerpunkt doch mehr und mehr von regionalen Sujets auf universelle, existenzielle Themen verlagert. Im selben Jahr nahm der Künstler eine Lehrtätigkeit an der Kunstakademie in Bagdad auf, wo er zunächst Keramik und ab 1969 Bildhauerei unterrichtete. 

Fattah war Mitglied zweier einflussreicher Künstlergruppen, der Baghdad Modern Art Group und des New Vision Collective. Bekanntheit erlangte er durch seine öffentlichen Skulpturen in Bagdad; berühmt ist vor allem das 1983 vollendete Nusb Al-Shahid (Märtyrerdenkmal), mit dessen Entwurf er sich 1981 bei einem Wettbewerb durchsetzte.

Werke von Ismail Fattah in der Ausstellung