Iba N'Diaye

  • Geboren 1928 in Saint-Louis, Französisches Westafrika
  • Gestorben 2008 in Paris, Frankreich

Iba N’Diaye wurde als Vater der senegalesischen modernen Kunst bezeichnet. Als junger Künstler malte er Plakate für das Kino seiner Heimatstadt und entwickelte in jener Zeit einen Stil, der sein ganzes weiteres Schaffen beeinflussen sollte. 

Im Senegal und in Frankreich bildete er sich zum Architekten aus: an der École des Beaux-Arts in Montpellier, an der École des Beaux-Arts in Paris (Atelier Pingusson) und schließlich an der Académie de la Grande Chaumière (1949–1958). Mit der Unabhängigkeit Senegals im Jahr 1959 kehrte er wieder in seine Heimat zurück. Auf Bitte des Präsidenten Léopold Sédar Senghor (1906–2001) richtete er an der École Nationale des Beaux-Arts in Dakar einen Fachbereich für Skulptur ein, den er bis 1967 leitete.

N’Diaye war an zahlreichen Ausstellungen beteiligt, darunter dem Salon d’Automne in Paris (1962), der Bienal de São Paulo (1963, Auszeichnung mit der Bronzemedaille) und der wegweisenden Schau Contemporary African Art im Camden Arts Centre in London (1969). In den 1970er-Jahren arbeitete er in seinem Atelier „la Ruche“ in Paris und an seinem Wohnort an der Dordogne im Südwesten Frankreichs. Dort entstanden einige seiner bekanntesten Werke, wie die Serie Tabaski zum Tieropfer des gleichnamigen islamischen Opferfestes.

Werke von Iba N'Diaye in der Ausstellung