Hermann Nitsch

  • Geboren 1938 in Wien, Österreich
  • Gestorben 1938

Hermann Nitsch ist für seine experimentelle, multimediale Kunst bekannt. Er studierte an der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt in Wien, wandte sich in den 1950er-Jahren jedoch der Malerei zu. Er gehörte, ebenso wie Otto Muehl (1925–2013), Günter Brus (geboren 1938), and Rudolf Schwarzkogler (1940–1969), zu den Begründern des Wiener Aktionismus.

1957 erfand Nitsch das Orgien Mysterien Theater, das auf der Idee des Gesamtkunstwerks beruht. Das Orgien Mysterien Theater ist ein sechstägiges Fest, das eine Vielzahl religiöser, teils paganer Kunstformen und Rituale umfasst. Die Aufführung zielt darauf ab, durch die Einbeziehung aller Sinne die religiösen, moralischen und sexuellen Hemmungen der Beteiligten abzubauen. 

In Nitschs umstrittenen Performances kommen Blut, Tierkadaver und passive menschliche Teilnehmer zum Einsatz. In seinen Schüttbildern verbinden sich Farbmaterial und Blut auf rohem Jutegewebe. 1971 erwarb Nitsch das Schloss Prinzendorf in Niederösterreich, den wichtigsten Schauplatz seines Orgien Mysterien Theaters

1974 lernte er den Galeristen und Verleger Peppe Morra kennen, der sein Agent wurde, seine Aufführungen organisiert und seine theoretischen Arbeiten veröffentlicht. 2007 gründete Nitsch das Hermann Nitsch Museum im österreichischen Mistelbach. Sein Werk wurde in Europa und den USA vielfach ausgestellt.

Werke von Hermann Nitsch in der Ausstellung