Henry Moore

  • Geboren 1898 in Castleford, Vereinigtes Königreich
  • Gestorben 1986 in Much Hadham, Vereinigtes Königreich

Der britische Bildhauer Henry Moore zeigte schon in jungen Jahren Interesse an der Bildhauerei. Nach dem Militärdienst im Ersten Weltkrieg (1917/18) nahm er 1919 ein Studium an der Leeds School of Arts auf. 1925 ermöglichte ihm ein Stipendium eine Reise nach Frankreich und Italien. 

Anschließend lehrte er am Royal College of Art in London, bis er 1932 an der Chelsea School of Art die Leitung der Abteilung für Bildhauerei übernahm (die er bis 1939 innehatte). Auf die erste Einzelausstellung 1928 in der Warren Gallery in London folgten weitere Ausstellungen sowie öffentliche Aufträge. Unter dem Einfluss primitiver und surrealistischer Kunst wurde Moores Arbeit zunehmend abstrakter. 

In den 1930er-Jahren war er Mitglied mehrerer Künstlergruppen, wie etwa der Seven and Five Society (der späteren Seven and Five Abstract Group) und von Unit One. Während des Zweiten Weltkriegs erhielt er den Auftrag für Zeichnungen, die Menschen zeigten, die in der Londoner U-Bahn Schutz suchten. Anfangs arbeitete Moore hauptsächlich in Holz und Stein, seine späteren Werke sind jedoch meist aus gegossener Bronze. Zu seinen bevorzugten Motiven gehören liegende Figuren, Familiendarstellungen und abstrakte, organische Formen. 

1977 gründete er die Henry Moore Foundation, die die Wahrnehmung der bildenden Kunst in der Öffentlichkeit fördert. Im Lauf seiner Karriere erhielt Moore zahlreiche bedeutende Preise und wurde mit etlichen Retrospektiven geehrt.