Helen Frankenthaler

  • Geboren 1928 in New York, New York, Vereinigte Staaten

Helen Frankenthaler war eine abstrakte expressionistische Malerin, deren Schaffenszeit sich über sechs Jahrzehnte erstreckte. Nachdem sie das Bennington College in Vermont absolviert hatte (1949), nahm sie ein Studium an der Art Students League in New York auf, besuchte Vorlesungen in Kunstgeschichte an der Columbia University und nahm Unterricht bei dem Abstrakten Expressionisten Hans Hofmann (1880–1966). 

Ihre erste Einzelausstellung wurde 1951 in der New Yorker Tibor de Nagy Gallery veranstaltet. Durch ihren Partner, den Kunstkritiker Clement Greenberg (1909–1994), machte sie Bekanntschaft mit einer Reihe tonangebender Künstler der New Yorker Schule. Ihren Durchbruch erlebte Frankenthaler mit dem Gemälde Mountains and Sea (1952), bei dem sie erstmals die von ihr entwickelte „soak-stain technique“ einsetzte, bei der verdünnte Ölfarbe auf die unbehandelte Leinwand aufgetragen wird. 

Während das Malmittel mit der Leinwand verschmolz, fungierte die Farbe gleichzeitig als Kolorierung und als Zeichnung. Auf diese Weise entstanden großformatige abstrakte, kalligrafische Bilder in leuchtenden Farben. Frankenthalers Malstil hatte großen Einfluss auf die damals aufkommende Farbfeldmalerei der 1960er-Jahre. Daneben arbeitete die Künstlerin auch als Bildhauerin, Keramikerin, Bühnenbildnerin und Grafikerin (insbesondere auf dem Gebiet des Holzschnitts). 1958 heiratete sie den Künstler Robert Motherwell (1915–1991). 1960 zeigte das Jüdische Museum New York eine erste Retrospektive ihrer Werke. Frankenthaler unterrichtete an verschiedenen renommierten Universitäten und wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem 2001 mit der National Medal of Arts.

Werke von Helen Frankenthaler in der Ausstellung