Hans Haacke

  • Geboren 1936 in Köln

Das Werk des Konzeptkünstlers Hans Haacke ist häufig mit gezielt gesetzten politischen Obertönen durchsetzt. Haacke studierte von 1956 bis 1960 an der Staatlichen Werkakademie in Kassel (heute Kunsthochschule Kassel) und arbeitete daraufhin im Atelier 17 in Paris. 1961 erhielt er ein Stipendium für die Tyler School of Art an der Temple University in Philadelphia, 1963 zog er nach New York. 

Einen Großteil seiner Karriere verbrachte Haacke mit Lehrtätigkeiten an verschiedenen amerikanischen Einrichtungen, mit Ausnahme der Jahre 1963 bis 1965 und einigen kürzeren Perioden, während derer er in Deutschland unterrichtete. In seinen Projekten in der Öffentlichkeit setzt er investigative und demonstrative Methoden ein, um so die finanziellen und institutionellen Verflechtungen im Kunstmarkt zu thematisieren. In Arbeiten wie dem Condensation Cube (Kondensationswürfel, 1963) setzte er sich zudem mit biologischen bzw. physikalischen Phänomenen auseinander. Eine im Jahr 1971 geplante Ausstellung im Solomon R. Guggenheim Museum in New York wurde vom damaligen Museumsdirektor Thomas Messer abgesagt, da einige Arbeiten kritische Fragen zu den Geschäften und persönlichen Beziehungen von Mitgliedern des Museumsvorstands aufwarfen. 

Für sein Werk wurde Haacke 1978 von der US-amerikanischen National Endowment for the Arts geehrt und erhielt zahlreiche weitere Auszeichnungen, darunter 1993 als Vertreter Deutschlands den Goldenen Löwen der Biennale Venedig, zusammen mit Nam June Paik.

Werke von Hans Haacke in der Ausstellung