Hamed Owais

  • Geboren 1919 in Beni Suef, Sultanat Ägypten
  • Gestorben 2011 in Kairo, Ägypten

Hamed Owais arbeitete zunächst als Metallarbeiter, schrieb sich dann aber an der Kairoer Kunsthochschule ein, weil er mit seinem Beruf unzufrieden war. 1944 machte er seinen Abschluss. Anschließend studierte er am Institut für Kunsterziehung bei Youssef el-Afifi. 

1947 gründete er mit Gamal el-Sigini (1917–1977), Gazbia Sirry (* 1925), Zeinab Abdel Hamid (1919–2002), Youssef Sida (1922–1994) und anderen eine Künstlergruppe, die den Alltag ganz gewöhnlicher Ägypter in den Blick nahm und Kunst als revolutionäres Mittel des gesellschaftlichen Wandels betrachtete. 

In seinen Gemälden schilderte Owais das harte Leben der ägyptischen Arbeiterklasse mit den Farben Kairos. Bei seinem Besuch der Biennale von Venedig im Jahr 1952 begegnete er dem sozialkritischen italienischen Realismo, was zu einer Neuausrichtung seiner künstlerischen Praxis führte. 

Später entwickelte er eine starke Affinität zu den mexikanischen Muralisten um Diego Rivera (1886–1957). 1956 wurde er mit dem Guggenheim International Award ausgezeichnet, 1958 von der Universität Alexandria als Professor an die Fakultät für bildende Kunst berufen, die er von 1977 bis 1979 leitete. Von 1967 bis 1969 studierte Owais in Madrid an der Real Academia de Bellas Artes de San Fernando.

Werke von Hamed Owais in der Ausstellung