Hélio Oiticica

  • Geboren 1937 in Rio de Janeiro, Brasilien
  • Gestorben 1980 in Rio de Janeiro, Brasilien

Hélio Oiticicas Untersuchungen zum Wesen der Kunst führten ihn dazu, die Grenzen zwischen Kunst, Leben und Betrachter infrage zu stellen. Seine künstlerische Laufbahn begann 1954, als er bei Ivan Serpa am Museu de Arte Moderna in Rio de Janeiro Malerei studierte. 

1955 wurde er Mitglied des Grupo Frente und begann, an zahlreichen Ausstellungen Konkreter und Neokonkreter Kunst teilzunehmen; 1959 schloss er sich der Bewegung des Neokonkretismus an. 1970 erhielt er ein Guggenheim-Stipendium, das ihm ermöglichte, nach New York zu ziehen, wo er von 1970 bis 1978 lebte. 

Er hinterfragte während seiner gesamten Laufbahn die zweidimensionale Bildebene (Metaesquemas, 1957/58) und untersuchte die Partizipation der Betrachter (Bilaterais, 1959), vergängliche Materialien, die Dimensionen der Farbe (Invenções, 1959–1962) und multisensorische Kunst (Bólides). Zu seinen wichtigsten Werkgruppen gehören die Parangolés (mobile Skulpturen, Kostüme) und Penetrables (begehbare Farbinstallationen); beide waren Elemente seiner bahnbrechenden Arbeit Tropicália (1967), einer immersiven Installation, der die Bewegung des Tropicalismo ihren Namen verdankt. Neben seiner Arbeit als bildender Künstler verfasste Oiticica auch zahlreiche kunsttheoretische Schriften.

Werke von Hélio Oiticica in der Ausstellung