Gustav Metzger

  • Geboren 1926 in Nürnberg, Deutsches Reich (Weimarer Republik)

Gustav Metzger, Sohn polnisch-jüdischer Eltern, konnte 1939 dank eines Kindertransports nach London flüchten. Er besuchte die Cambridge School of Art in London und studierte 1948/49 mit einem Stipendium der jüdischen Gemeinschaft des Vereinigten Königreichs an der Königlichen Akademie der Schönen Künste in Antwerpen. 

In den 1950er-Jahren übte er verschiedene Berufe aus und war politisch aktiv, protestierte gegen die Stationierung von Raketen im Vereinigten Königreich und kämpfte für nukleare Abrüstung. 

1959 entwickelte er das Konzept der „autodestruktiven“ Kunst und begann, zu diesem Thema zu schreiben und zu publizieren. Ausgehend vom Zerstörungspotenzial unserer Zeit, verbindet Metzger in seinem Werk Destruktion und Konstruktion und verwendet darin Abfälle in Müllsäcken, Abgase, Säuren und Flüssigkristalle. 

1966 organisierte er das internationale „Destruction in Art Symposium“ (DIAS) in London, an dem Mitglieder der Wiener Aktionisten und der Fluxus-Bewegung, Psychologen, Schriftsteller und Musiker, darunter auch John Lennon, teilnahmen. Seit den 1970er-Jahren schuf er partizipatorische Kunst mit neuen Technologien und setzte sich mit seiner eigenen Geschichte sowie mit dem Thema der Auslöschung auseinander. 

Werke von Gustav Metzger in der Ausstellung