Giuseppe Pinot-Gallizio

  • Geboren 1902 in Alba, Königreich Italien
  • Gestorben 1964 in Alba, Italien

Giuseppe Pinot-Gallizio war als Chemiker in Alba tätig, bevor er sich 1953 der Kunst zuwandte. 1955 begegnete er Asger Jorn (1914–1973) und begründete mit diesem in Alba die „Bewegung für ein Imaginäres Bauhaus“ (Movimento internazionale per una Bauhaus immaginista), der sich Künstler wie Enrico Baj, Ettore Sottsass, Elena Verrone und Piero Simondo anschlossen. 

Im darauffolgenden Jahr organisierte er mit Jorn den ersten „Weltkongress Freier Künstler“, an den sich 1957 die Gründung der Situationistischen Internationale anschloss. Während dieser Zeit entstand auch seine bekannteste Werkserie, die sogenannte pittura industriale (industrielle Malerei) auf langen Leinwandrollen. Diese wurden auf Zeichentischen ausgerollt und dann mit Farbrollen auch unter Mithilfe von anderen Künstlern und sogar Kindern bemalt. Die längste dieser Rollen, mit dem Titel Cavern of Antimatter (Keller der Antimaterie) war 145 Meter lang. 

1959 wurde sie erstmals in der Galerie René Drouin in Paris präsentiert, dort entlang der Wände befestigt und in Stücken von jeweils einem Meter Länge verkauft. In derselben Zeit wurden Pinot-Gallizios Arbeiten auch auf wichtigen Ausstellungen in Kopenhagen und München gezeigt. 1960 ehrte ihn das Stedelijk Museum in Amsterdam mit einer Einzelausstellung.

Werke von Giuseppe Pinot-Gallizio in der Ausstellung