Gerard Sekoto

  • Geboren 1913 in Botshabelo, Ost-Transvaal
  • Gestorben 1993 in Nogent-sur-Marne, Frankreich

Gerard Sekoto, ein autodidaktischer Maler und Musiker, gilt als einer der wichtigsten Protagonisten bei der Entwicklung der modernen südafrikanischen Kunst. 1938 hängte er den Lehrerberuf an den Nagel und zog nach Sophiatown, um professioneller Künstler zu werden. 

Seine Gemälde und Zeichnungen zeigen Menschen, Straßen und Szenen aus Johannesburg, Kapstadt und Pretoria auf unverfälschte Weise. Ab 1939 nahm er an Gruppenausstellungen und den jährlichen Ausstellungen der South African Art Academy teil. Sein Gemälde Yellow Houses: A Street in Sophiatown war das erste Werk eines schwarzen Künstlers, das von der Johannesburg Art Gallery angekauft wurde (1940). 

Zwei in finanzieller Hinsicht erfolgreiche Einzelausstellungen in Galerien in Pretoria ermöglichten dem in Südafrika inzwischen renommierten Künstler, 1947 nach Paris zu gehen. Obwohl er sich in seinem selbst gewählten Exil als Maler etablierte und in Pariser Galerien und auf internationalen Ausstellungen regelmäßig vertreten war, ließ Sekoto die Verbindung zu seinem Heimatland niemals abreißen. Als Reaktion auf die gesellschaftspolitischen Konflikte Südafrikas in den 1960er-Jahren wurde sein Werk zunehmend politisch. 

1989 wurde eine Retrospektive seines Werks in der Johannesburg Art Gallery gezeigt. Im selben Jahr verlieh ihm die University of the Witwatersrand in Johannesburg die Ehrendoktorwürde.