Georg Baselitz

  • Geboren 1938 in Deutschbaselitz (heute Teil von Kamenz, Sachsen), Deutsche Demokratische Republik

1956 begann Georg Baselitz an der Ostberliner Hochschule für bildende und angewandte Kunst Malerei zu studieren. 1957 wurde er wegen „gesellschaftlicher Unreife“ geschasst und setzte er sein Studium an der Hochschule für bildende Künste in Westberlin fort, wo er 1962 seinen Abschluss machte. Ab 1960 schuf er unbequeme, oft provokante Werke in einem figurativen Stil, der später als Neoexpressionismus bezeichnet wurde.
In seiner kruden, emotional aufgeladenen Malweise spiegelten sich sein Interesse an der Wiederbelebung der Traditionen und Quellen des deutschen Expressionismus und sein Interesse an der außereuropäischen Kunst sowie der Art brut. Bei seiner ersten Einzelausstellung, die 1963 in der Galerie Werner & Katz in Westberlin stattfand, kam es zum Skandal, als die Bilder Die große Nacht im Eimer (1962/63) und Der nackte Mann (1962) wegen Unsittlichkeit von der Staatsanwaltschaft konfisziert wurden. 1969 schuf Baselitz sein erstes Gemälde mit Motivumkehrung (Der Wald auf dem Kopf); in den 1970er-Jahren entwickelte er seine „Fingermalerei“-Technik.

Außer als Maler arbeitete Baselitz auch als Bildhauer und Druckgrafiker. Er lehrte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe und an der Universität der Künste Berlin. 1972 nahm er an der documenta 5 teil; in den 1970er-Jahren stellte er in der Galerie Heiner Friedrich in München, Köln und New York aus.

Werke von Georg Baselitz in der Ausstellung