Gertrud Louise Goldschmidt

  • Geboren 1912 in Hamburg, Deutschland
  • Gestorben 1994 in Caracas, Venezuela

Die Künstlerin und Bildhauerin Gego wurde vor allem in den 1960er-Jahren mit geometrischen Abstraktionen und kinetischer Kunst bekannt. Nach einem Ingenieurs- und Architekturstudium an der Hochschule für Technik in Stuttgart (1932–1938) floh sie 1939 aus Deutschland und ließ sich in Venezuela nieder, wo sie in den 1940er-Jahren als Architektin und Möbeldesignerin tätig war. 1956 entstanden in Caracas ihre ersten dreidimensionalen Arbeiten. Zwischen 1959 und 1967 reiste sie mehrmals in die Vereinigten Staaten, arbeitete dort in verschiedenen Werkstätten (u.a. Treitel-Gratz Metallatelier, New York) und experimentierte mit Lithografie und anderen Medien. Ihre Aquarelle, Rauminstallationen, Stiche und Papierwebereien – mit der Linie als Grundelement – belegen ihre Erforschung von Struktur, Raum, Transparenz und Interaktion mit dem Betrachter. Während die Werke aus den Jahren 1957 bis 1969 vor allem auf gleichmäßig entfernten, parallelen Linien basierten, bestehen ihre Reticuláreas (Netzwerke), Troncos (Rumpfe) und Esferas (Kugeln) aus sich kreuzenden Linien, die netzartige Strukturen ergeben. Ab 1976 löste sie sich in der Serie Dibujos sin Papel (Zeichnungen ohne Papier) und Bichitos (Kleine Käfer) von vorgefassten Konzepten. 1958 bis 1977 war Gego vor allem in der Lehre tätig. 1979 wurde sie mit dem Premio Nacional de Artes Plásticas de Venezuela ausgezeichnet.

Werke von Gertrud Louise Goldschmidt in der Ausstellung