Günther Uecker

  • Geboren 1930 in Wendorf, Deutschland (damals Deutsches Reich)
  • Europa

Günther Uecker studierte von 1949 bis 1953 Malerei an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, wo er vom Sozialistischen Realismus beeinflusst wurde. 

1955 setzte er sein Studium bei dem expressionistischen Grafiker Otto Pankok (1893–1966) an der Kunstakademie Düsseldorf fort. In Düsseldorf gab es eine lebendige, aufstrebende Kunstszene, in die er eintauchte. 

Auch begann er sich für die Philosophie des Buddhismus und Taoismus zu interessieren. 1957 entstanden aus der Verbindung von buddhistischer Meditation und kreativem Prozess seine ersten Nagelbilder – ein Wendepunkt in seinem künstlerischen Schaffen. Das Ritual des Hämmerns und die reduzierten abstrakten Schattenmuster, die die Nägel auf die Leinwand warfen, beschäftigten ihn. 

1960 begann er kinetische Elemente, etwa Maschinen, in seine Werke einzubinden. Am 24. April 1958 nahm er an der von Heinz Mack (* 1931) und Otto Piene (1928–2014) organisierten Abendausstellung Das Rote Bild teil, mit der die ZERO offiziell gegründet wurde. 

Er selbst trat ZERO aber erst 1961 bei. 1968 stellte Uecker auf der documenta, 1970 auf der Biennale von Venedig aus. Nach der Auflösung von ZERO 1966 wandte er sich der Konzeptkunst zu und entwarf Bühnenbilder.

Werke von Günther Uecker in der Ausstellung