Frank Bowling

  • Geboren 1936 in Bartica, Britisch Guayana

Frank Bowling emigrierte 1950 nach London und erhielt 1959 ein Stipendium für das Royal College of Art. Drei Jahre später verließ er die Hochschule mit einer Silbermedaille in Malerei (David Hockney [* 1937] war mit der Goldmedaille ausgezeichnet worden). 1962 zeigte Bowling, zu jener Zeit der Pop-Art verbunden, seine erste Einzelausstellung – Image in Revolt – in der Londoner Grabowski Gallery.

Ein Stipendium ermöglichte ihm eine Reise nach Südamerika und in die Karibik. Schon nach kurzer Zeit gab Bowling die postkoloniale figurative Malerei zugunsten der Abstraktion auf.

1966 zog er nach New York, wo er mit Unterstützung der afroamerikanischen Community seine Map Paintings entwickelte (Farbfeldmalerei mit unterlegten Landkarten von Südamerika, Australien und Afrika). 1967 und 1973 erhielt er Guggenheim-Stipendien; von 1969 bis 1972 war er freier Redakteur für das Arts Magazine. 1971 widmete ihm das Whitney Museum eine Einzelausstellung, und er schloss Freundschaft mit dem Kritiker Clement Greenberg (1909–1994), der seine abstrakte Malweise unterstützte. Später kamen u.a. Poured Paintings und Reliefs aus Styropor hinzu.

Bowling unterhält Ateliers in London und in New York. Er war der erste schwarze Künstler, der 2005 als Mitglied in die englische Royal Academy of Art gewählt wurde.

Werke von Frank Bowling in der Ausstellung