Frank Auerbach

  • Geboren 1931 in Berlin, Deutsches Reich

Frank Auerbach ist jüdischer Herkunft und wurde 1939 von seinen Eltern nach England geschickt, damit er nicht Opfer der Judenverfolgung unter den Nazionalsozialisten wurde. Seine Eltern starben im Konzentrationslager. Von 1947 bis 1953 besuchte er am Borough Polytechnic in London Abendkurse bei dem Maler David Bomberg (1890–1957). Dort lernte er Leon Kosoff (* 1926) kennen. Anschließend studierte er zunächst von 1948 bis 1952 an der St Martin’s School of Art und dann bis 1955 am Royal College of Art. Auerbach lehrte an verschiedenen Institutionen, u.a. an weiterführenden Schulen und der Slade School of Fine Art in London. Den größten Teil seines bisherigen (Arbeits-)Lebens hat er im Londoner Stadtteil Camden Town verbracht. Immer wieder kehrte er zu den Menschen und urbanen Landschaften in der Umgebung seines Ateliers zurück. Seine Gemälde waren nie ganz abstrakt, sondern gründeten immer auf seinem unmittelbaren realen Umfeld. Er ist bekannt für seine pastose Maltechnik und sein akribisches Bemühen um Bildergebnisse, die seinen Vorstellungen hundertprozentig entsprechen. Manchmal kratze er seine Leinwände Dutzende Male ab, ehe er ein Werk zu Ende brachte.

Auerbach gilt neben Künstlern wie Francis Bacon (1909–1992) und Lucian Freund (1922–2011) als eine zentrale Figur der sogenannten School of London. 1986 repräsentierte er Großbritannien bei der Biennale von Venedig und wurde zusammen mit Sigmar Polke (1941–2010) mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet.

Werke von Frank Auerbach in der Ausstellung