Francis Newton Souza

  • Geboren 1924 in Saligão, Indien
  • Gestorben 2002 in Mumbai, Indien

Francis Newton Souza, oft einfach F. N. Souza genannt, war einer der ersten Maler, die kurz nach der Unabhängigkeit Indiens internationale Anerkennung erfuhren. Er besuchte zunächst die Sir JJ School of Art in Bombay, die er wegen seiner Beteiligung an Ghandis Quit-India-Bewegung aber 1945 wieder verlassen musste. 

Zwei Jahre später trat er als Mitbegründer der Progressive Artists’ Group in Bombai in Erscheinung und wurde bald ihr intellektueller Führer. 1949 zog Souza nach London. 1955 machte er mit seiner ersten Einzelausstellung in der Gallery One in London sowie seinem autobiografischen Essay „Nirvana of a Maggot“, der zunächst in der Zeitschrift Encounter veröffentlicht wurde, Furore. 

1967 wurde Souza mit dem Guggenheim International Award ausgezeichnet und zog nach New York, wo er bis kurz vor seinem Tod lebte. Seine figürlichen Darstellungen – menschliche Körper und Köpfe – sind oft verzerrt; sein Stil ist grafisch, mit scharfen Konturen und sichtbarem Pinselduktus. 

Er malte u.a. Stillleben und Landschaften, stellte christliche Motive dar und setzte sich in seinen Bildern mit der menschlichen Sexualität auseinander. Seit Ende der 1980er-Jahre wurde Souza in Indien mit mehreren Retrospektiven geehrt.

Werke von Francis Newton Souza in der Ausstellung