Francis Bacon

  • Geboren 1909 in Dublin, Irland
  • Gestorben 1992 in Madrid, Spanien

Der Autodidakt Francis Bacon entwickelte sich zu einem der führenden gegenständlichen Maler der Nachkriegszeit. 1927 reiste er nach Berlin und Paris, wo ihn die Werke von Nicolas Poussin (1594–1665) und Pablo Picasso (1881–1973) inspirierten. In Paris besuchte er die freien Akademien. Dort schuf er im selben Jahr auch seine ersten Kunstwerke. Ende 1928 oder Anfang 1929 übersiedelte er nach London und arbeitete kurzzeitig als Innenarchitekt und Möbeldesigner. Knapp ein Jahrzehnt später, 1937, wurden seine Arbeiten in der Gruppenausstellung Young British Painters in der Galerie Thomas Agnew & Sons neben Werken von Künstlern wie Graham Sutherland (1903–1980) gezeigt. Seinen Durchbruch erlebte Bacon 1944 mit dem Triptychon Three Studies for Figures at the Base of a Crucifixion, das allgemein als sein erstes reifes Werk gilt. Auch in der Folgezeit malte der Künstler verzerrte menschliche Figuren und Szenen, die Entfremdung, Gewalt und Leid evozieren. Reihen und Variationen von Motiven sind kennzeichnend für Bacons gesamtes Schaffen. Dabei schöpfte er gleichermaßen aus christlichen wie mythologischen Themen und ließ sich von den Werken anderer Künstler, etwa denen des Malers Diego Velázquez (1599–1660) oder des Fotografen Eadweard Muybridge (1830–1904), inspirieren. Seine erste große Retrospektive wurde 1962 in der Londoner Tate Gallery gezeigt.

Werke von Francis Bacon in der Ausstellung