François Morellet

  • Geboren 1926 in Cholet, Frankreich
  • Gestorben 2016 in Cholet, Frankreich

François Morellets Werk umfasst Zeichnungen, Gemälde, Objekte und Installationen. 1960 gründete er in Paris mit anderen Künstlern die Gruppe GRAV (Groupe de Recherche d’Art Visuel), eine Vereinigung von Vertretern der Op-Art und der kinetischen Kunst. 

Ihre Werke arbeiteten mit Licht, Motoren und bildhauerischen Materialien und bezogen oft das Publikum mit ein. Morellet war zu großen Teilen Autodidakt, nahm aber Malunterricht bei einem professionellen Künstler. Von 1948 bis 1975 leitete er die Spielzeugautofabrik, die sein Vater gegründet hatte, wodurch er, in Cholet und Paris, seiner künstlerischen Tätigkeit in finanzieller Unabhängigkeit nachgehen konnte. 

1950 wandte er sich der Abstraktion zu; im selben Jahr wurden seine Werke erstmals in einer Einzelausstellung in der Galerie Creuze in Paris gezeigt. Seine Gemälde sind durch kleinteilige Strukturen aus geometrischen oder stilisierten Elementen gekennzeichnet. In ihnen zeigt sich deutlich, wie Morellet festgelegte Regeln anwandte, die auch vom Zufall bestimmt sein konnten. 

Ab 1963 waren Neonröhren, die rhythmisch an- und wieder ausgingen, sein bevorzugtes Material für Skulpturen und Installationen. Morellet nahm an der Kasseler documenta (1964, 1968, 1977) und an der Biennale in Venedig (1970) teil; 1970 war er auch im französischen Pavillon der Weltausstellung in Osaka vertreten. Die erste Retrospektive seiner Arbeiten wurde 1977 in der Berliner Nationalgalerie gezeigt, die letzte 2011 im Centre George Pompidou in Paris.

Werke von François Morellet in der Ausstellung