Fateh Al-Moudarres

  • Geboren 1922 in Aleppo, Syrien
  • Gestorben 1999 in Aleppo, Syrien

Fateh Al-Moudarres gilt als Vorreiter der modernen Kunst in Syrien. Für seine frühen, realistischen Gemälde ließ er sich von der Kultur seiner Heimat inspirieren, etwa der christlichen und muslimischen Ikonografie und der assyrischen Altertümer. Von 1954 bis 1960 studierte er an der Accademia di Belle Arti in Rom. Während dieser Zeit unterlag er dem Einfluss moderner Kunstströmungen, insbesondere des Surrealismus, und begann seine Gemälde, in denen er traditionelle Elemente der syrischen Kunst mit westlichen Techniken und Stilmitteln verschmolz, zu abstrahieren.
Nach seiner Rückkehr nach Syrien wurde sein Werk zunehmend politisch. 1967 wandte er sich von der ungegenständlichen Malerei ab, um sich gesellschaftlichen Themen zu widmen.
So kritisierte er die sozialen Umwälzungen, die das moderne Leben in Syrien mit sich brachte. In besonderem Maße setzte er sich mit der Agrarkrise auseinander, die sich verheerend auf Syriens Landbevölkerung auswirkte und ihn selbst in den 1960er-Jahren zum Umzug nach Damaskus zwang.
In den 1970er-Jahren besuchte Al-Moudarres drei Jahre lang die École Nationale Supérieure des Beaux-Arts in Paris. Während seiner anschließenden Lehrtätigkeit an der Universität von Damaskus beeinflusste er viele angehende Künstler. Mit satten, pastos aufgetragenen Farben und melancholischem Gestus schilderte er die Alltagsprobleme ganz normaler Menschen.

Werke von Fateh Al-Moudarres in der Ausstellung