Erol Akyavaş

  • Geboren 1932 in Istanbul, Türkei
  • Gestorben 1999 in Istanbul Türkei

Seine Laufbahn als Maler begann Erol Akyavaş Anfang der 1950er-Jahre während seines Studiums bei Bedri Rahmi Eyüboğlu (1911–1975) an der Akademie der Schönen Künste in Istanbul. Danach setzte er seine Studien an der Akademie der Schönen Künste in Florenz (Accademia di Belle Arti di Firenze) und bei André Lhote (1885–1962) und Fernand Léger (1881–1955) in Paris fort. Von 1954 bis 1960 studierte Akyavas am Illinois Institute of Technology in Chicago Architektur bei Mies van der Rohe (1886–1969). 1967 übersiedelte er nach New York.

Die Gemälde, die in seiner fast fünfzig Jahre währenden Schaffenszeit entstanden, lassen deutlich erkennen, wie sich sein Ansatz und sein Schwerpunkt veränderten. Vor allem interessierten ihn das kulturelle Erbe und die Traditionen seiner Heimat, die er mit modernen westlichen Stilmitteln zum Ausdruck brachte. In seinen großformatigen Gemälden setzte er sich mit so universellen Themen wie Raum, Zeit und Kausalität auseinander, die er häufig als Gegensatzpaare darstellte.

Akyavaş experimentierte mit geometrischen Abstraktionen, setzte arabische Buchstaben als kalligrafische Abstraktion ein und kombinierte ikonenhafte osmanische Symbole oder Motive mit visuellen Elementen wie Wänden, architektonischen Formen und sogar menschlichen Spuren. 1961 wurde sein Gemälde The Glory of the Kings (1959) als erstes Werk eines türkischen Künstlers in die Sammlung des New Yorker Museum of Modern Art aufgenommen.

Werke von Erol Akyavaş in der Ausstellung