Ernst Wilhelm Nay

  • Geboren 1902 in Berlin, Deutschland (damals Deutsches Reich)
  • Gestorben 1968 in Köln, Deutschland

Von 1925 bis 1928 studierte Ernst Wilhelm Nay bei dem deutschen Expressionisten Karl Hofer (1878–1955) Malerei an der Hochschule der Künste Berlin. Nay interessierte sich insbesondere für die Gemälde von Henri Matisse (1869–1954), Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938), Caspar David Friedrich (1774–1840) und Nicolas Poussin (1594–1665). 1931 erhielt er ein Stipendium für einen neunmonatigen Aufenthalt in der Villa Massimo in Rom. 

1937 wurde er in Deutschland mit Ausstellungsverbot belegt; zwei seiner Werke wurden in der Ausstellung Entartete Kunst gezeigt. Noch im gleichen Jahr erhielt Nay ein von Edvard Munch (1863–1944) finanziertes Stipendium, das ihm einen Studienaufenthalt in Norwegen ermöglichte. 

1940 wurde er zum Kriegsdienst einberufen und gelangte als Infanterist nach Frankreich, wo er im Atelier eines französischen Künstlers heimlich malte. Zwischen 1945 und 1948 entstanden Bilder mit Motiven aus Mythologie und Dichtung, in denen er das Trauma des Zweiten Weltkriegs verarbeitete. 1950 organisierte die Kestnergesellschaft in Hannover die erste Retrospektive seines Werks. 

Nach seinem Umzug nach Köln im Jahr 1951 malte Nay ausschließlich abstrakt. Er stellte 1956 auf der Biennale von Venedig und 1955, 1959 und 1964 auf der documenta in Kassel aus.

Werke von Ernst Wilhelm Nay in der Ausstellung