Erhabor Emokpae

  • Geboren 1934 in Benin-Stadt, Nigeria
  • Gestorben 1984 in Bundesstaat Lagos, Nigeria

Erhabor Emokpae arbeitete anfangs in einem romantischen, ethnografisch-gegenständlichen Stil und wandte sich später der Abstraktion zu. Er ist bekannt für seine Gemälde, die legendäre Figuren der afrikanischen Geschichte darstellen, und für seine lebenslange künstlerische Beschäftigung mit dem Thema Dualismus. Seine frühesten künstlerischen Einflüsse, insbesondere durch die Holzschnitzer-Gilde von Benin, reichen bis in seine Kindheit zurück.

1951 ging er nach Lagos und studierte am Yaba Technical Institute. Er nahm zudem Privatunterricht bei einem Grafiker und arbeitete ab 1953 als Werbegrafiker für das Bundesinformationsministerium. Nach der Unabhängigkeit Nigerias 1960 erlangte Emokpae die Anerkennung der damals entstehenden Szene für moderne nigerianische Kunst.

Sein Beitrag zur Kulturpolitik und seine Bemühungen, der aktuellen modernen Kunst Nigerias mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen, begannen zu der Zeit, als er das Eastern Nigeria Festival of Arts (1956–1959) mit organisierte. In den 1960er- und 1970er-Jahren arbeitete Emokpae als Sekretär der neu gegründeten Society of Nigerian Artists und des Lagos Arts Council.

Nach seiner Tätigkeit als Grafiker für die Werbeagentur Lintas beschloss er schließlich, professioneller Maler und Wandmaler zu werden. Einige seiner am meisten beachteten Werke entstanden für das Festival of Arts and Culture (FESTAC) 1977 und für das Gebäude des National Arts Theatre in Lagos.

Werke von Erhabor Emokpae in der Ausstellung