Emilio Vedova

  • Geboren 1919 in Venedig, Italien
  • Gestorben 2006 in Venedig, Italien

Emilio Vedova war ein Maler der Moderne und ein Pionier des Informel in Italien. Mitte der 1930er-Jahre lebte er in Rom und Florenz. 1942 schloss er sich der antifaschistischen Künstlervereinigung Corrente in Mailand an, 1944 und 1945 war er im italienischen Widerstand tätig. 

1946 veröffentlichte er das Manifest Oltre Guernica (Jenseits von Guernica) und begründete in Venedig die Nuova Secessione Italiana. Auf der Biennale in Venedig 1948 wurden seine Werke erstmals präsentiert. 1960 erhielt er dort den Großen Preis für Malerei, 1997 den Golden Löwen für sein Lebenswerk. 

In den frühen 1950er-Jahren verlagerte sich sein Stil von der geometrischen Abstraktion hin zur spontanen, gestischen Malerei des Informel, in der Zyklen wie Scontro di situazioni (Zusammenprall von Situationen), Ciclo della Protesta (Protestzyklus) und Cicli della Natura (Zyklen der Natur) entstanden. Seine erste Einzelausstellung außerhalb Italiens erhielt er 1951 in der Catherine Viviano Gallery in New York. 

1960 zeichnete Vedova für die Beleuchtung und Kostüme von Luigi Nonos Oper Intolleranza ’60 verantwortlich. Im Jahr darauf entstanden seine ersten Plurimi, freistehende Installationen aus bemalten, miteinander verbundenen und an Metallgerüsten aufgehängten Holzbrettern. 

Sein Absurdes Berliner Tagebuch ’64 wurde im selben Jahr auf der documenta in Kassel vorgestellt. Vedova wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter auch dem Guggenheim International Award (1956).

Werke von Emilio Vedova in der Ausstellung