Eduardo Paolozzi

  • Geboren 1924 in Leith, Edinburgh, Schottland
  • Gestorben 2005 in London, Vereinigtes Königreich

Eduardo Paolozzi schuf Skulpturen, Collagen, Druckgrafiken und Filme und war ein Vertreter der britischen Pop-Art. In seinen frühen Collagen aus den späten 1940er- und frühen 1950er-Jahren verwendete er Werbeanzeigen aus amerikanischen Zeitschriften, Titelseiten von Taschenbüchern und wissenschaftliche Abbildungen. 

Als Sohn italienischer Immigranten wurde Paolozzi für drei Monate interniert, nachdem Italien im Juni 1940 Großbritannien den Krieg erklärt hatte. Auch sein Vater und sein Großvater wurden verhaftet; sie ertranken, als das Schiff, das sie nach Kanada bringen sollte, von einem deutschen U-Boot angegriffen wurde. 

Paolozzi studierte am Edinburgh College of Art (1943) und an der Slade School of Fine Arts in London (1944–1947), wo er andere künftige Mitglieder der Künstlervereinigung Independent Group kennenlernte. Danach arbeitete er zwei Jahre in Paris, wo er den Bildhauern Alberto Giacometti (1901–1966) und Constantin Brâncuşi (1876–1957) begegnete, die sein späteres Werk beeinflussten. 

Seine Beziehungen zu Künstlern des Surrealismus und seine von der Alltagswelt geprägte Ästhetik verband er mit einem Interesse für moderne Technologien und Massenmedien. So erweiterte er seine bildhauerischen Techniken in den frühen 1960er-Jahren durch die Zusammenarbeit mit Industriefirmen und verwendete Aluminium. Paolozzi lehrte von 1949 bis zu seiner Pensionierung 1994 an mehreren Akademien für Kunst und Design in Großbritannien und Deutschland, zuletzt an der Akademie der Bildenden Künste in München.

Werke von Eduardo Paolozzi in der Ausstellung