David Medalla

  • Geboren 1942 in Manila, Philippinen

David Medalla war ein Pionier der Land Art, der kinetischen Kunst und der Performance Art. Schon als Zwölfjähriger wurde er auf Empfehlung des Dichters Mark van Doren (1894–1972), einem Professor für englische Sprache an der New Yorker Columbia University, dort zum Studium zugelassen. 

Medalla studierte alte und neue Literatur, Dramen und Philosophie und lernte den philippinischen Dichter José Garcia Villa (1908–1997) kennen, der ihn in seinem Interesse an der Malerei bestärkte. 

Als er Ende der 1950er-Jahre nach Manila zurückkehrte, wurden der katalanische Dichter Jaime Gil de Biedma (1929–1990) und der Maler Fernando M. Zóbel (1924–1984) zu Förderern seiner Kunst. 

Seit den 1960er-Jahren lebt er jedoch in Europa, wo er die Unterstützung des Philosophen Gaston Bachelard (1884–1962) und des Künstlers Marcel Duchamp (1887–1968) fand. Medalla kombiniert oft Schaum, Sand oder Neon mit Konstruktionen aus Glas oder Plastik. 

Auf Medallas erste „Schaum-Maschine“, Cloud Canyons (Cloud Gates) (1963), folgten in den nächsten drei Dekaden noch viele weitere. Medalla war Gründer und Leiter der Signals Gallery (1964), der Künstlervereinigung Exploding Galaxy (1967) und der Initiative Artists for Democracy (1974–1977). Er unterrichtete in Europa und in den USA; seine Werke wurden in zahlreichen wichtigen Ausstellungen wie etwa der Kasseler documenta 5 (1972) gezeigt.

Werke von David Medalla in der Ausstellung