David Alfaro Siqueiros

  • Geboren 1896 in Chihuahua, Mexiko
  • Gestorben 1974 in Cuernavaca, Mexiko

Um seine revolutionären marxistischen Ideen zum Ausdruck zu bringen, benutzte David Alfaro Siqueiros in jeder Schaffensphase sowohl revolutionäre Techniken (Airbrush, Diaprojektionen) als auch neue Materialien (Pigmente aus Nitrozellulose, Sperrholz). 

In seinen dynamischen Bildern und Wandgemälden entwickelte er mittels einer begrenzten Farbauswahl und dramatischer Hell-Dunkel-Effekte eine eigene Bildsprache und räumliche Darstellungsweise. Er begann seine Ausbildung 1911 an der Academia de San Carlos in Mexiko-Stadt. 

Als überzeugter Kommunist und radikaler Antifaschist unterbrach er während des mexikanischen Bürgerkriegs 1914 sein Studium und trat der Revolutionsarmee bei. Während einer Reise durch Europa von 1919 bis 1922 lernte er seinen Landsmann Diego Rivera (1886–1957) kennen. 

Nach ihrer Rückkehr nach Mexiko wurden die beiden Künstler zusammen mit José Clemente Orozco (1883–1949) die wichtigsten Vertreter der modernen Wandmalerei in Mexiko. Siqueiros feierte mit seinen monumentalen politischen Wandbildern Erfolge, erhielt Aufträge von der öffentlichen Hand und schuf in den 1930er-Jahren Wandmalereien in Los Angeles, New York und Südamerika. 

Während eines Aufenthalts in New York gründete er in den 1930er-Jahren ein experimentelles Atelier, in dem junge Künstler gemeinsam übten und neue Techniken erprobten. Einer seiner Schüler dort war der junge Jackson Pollock. 1950 nahm Siqueiros als einer der ersten mexikanischen Künstler an der Biennale von Venedig teil.

Werke von David Alfaro Siqueiros in der Ausstellung