Charles Hossein Zenderoudi

  • Geboren 1937 in Teheran, Iran

Charles Hossein Zenderoudi gilt als ein Pionier der modernen iranischen Kunst. 1960, noch während seines Studiums an der Teheraner Schule für bildende Kunst, gründete er die künstlerische Bewegung Saqqa Kana, die eine Wiederbelebung der orientalischen gestischen Kalligrafie förderte. 

Der Name der Bewegung leitet sich von den Wasserspendern in Teheran her, die mit populären Darstellungen oder Koranversen geschmückt sind. Saqqa Kana strebte danach, nationale, religiöse und folkloristische Elemente des Iran einzubeziehen. 

Zenderoudi fand rasch Anerkennung und erhielt Preise auf der zweiten Teheran-Biennale, der Biennale von Venedig (beide 1960) sowie den Biennalen von São Paolo (1961) und Paris (1962). Er ließ sich 1961 in Paris nieder, wo er seinen kalligrafischen Stil entwickelte. 

Während seine frühen Werke – wie Die Hand (1959) oder Die Sonne und der Löwe (1960) – trotz ihrer ornamentalen, kalligrafischen und symbolischen Elemente gegenständlich blieben, konzentrierten sich seine späteren Gemälde auf die abstrakten Eigenschaften der persischen Kalligrafie. 

Zenderoudi erläuterte sein Ziel einer globalen Kommunikation einmal so: „Die Menschen sind überall auf der Welt gleich, und alle können mein Werk verstehen. Es kommt darauf an, zwischen der Person, die es geschaffen hat, und dem Betrachter eine Harmonie herzustellen.“ 1972 wurde eine von ihm illustrierte Ausgabe des Korans mit dem Preis der UNESCO für das schönste Buch des Jahres ausgezeichnet.