Carol Rama

  • Geboren 1918 in Turin, Italien
  • Gestorben 2015 in Turin, Italien

Die italienische Malerin Carol Rama war Autodidaktin. Am bekanntesten sind ihre kühnen und oft provokanten Aquarelle zum Thema Sexualität, auf denen oft explizit sexuelle Handlungen dargestellt sind. 

Ramas erste Einzelausstellung, die 1945 in der Galleria Faber in Turin stattfand, wurde von der faschistischen Regierung geschlossen, und viele ihrer Bilder wurden von der Turiner Polizei konfisziert. 

Erst durch eine Ausstellung im Mailänder Palazzo Reale im Jahr 1980 wurden diese Frühwerke einem breiteren Publikum bekannt. Danach wandte Rama sich erneut der erotischen Zeichnung zu. In den 1950er-Jahren wurden ihre Gemälde abstrakter, und in den 1960er-Jahren begann sie Materialbilder zu kreieren, in die sie Fundstücke und Alltagsobjekte integrierte. In den 1970er-Jahren verarbeitete sie außer Farbe und Text auch Spritzen, Kanülen, Glasperlen, Fingernägel und Gummi aus Gummireifen. 

Ende der 1960er- und Anfang der 1970er-Jahre tauschte sie sich mit angesehenen Künstlern wie Man Ray (1890–1976), Andy Warhol (1928–1987) und Orson Welles (1915–1985) aus. 2003 wurde sie auf der Biennale von Venedig für ihr Lebenswerk mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet.

Werke von Carol Rama in der Ausstellung