Carmen Herrera

  • Geboren 1915 in Havanna, Kuba

Die in Kuba geborene Malerin Carmen Herrera erhielt als Kind privaten Zeichenunterricht und setzte ihre Ausbildung in den 1930er-Jahren in Paris fort. Nach ihrer Rückkehr nach Havanna um 1935 studierte sie für rund zwei Jahre Architektur an der Universidad de La Habana. 1939 heiratete sie den Englischlehrer Jesse Loewenthal und zog mit diesem nach New York. Während des Studiums an der Art Students League lernte sie unter anderem die Künstler Wifredo Lam (1902–1982) und Barnett Newman (1905–1970) kennen. In den späten 1940er-Jahren zog Herrera wieder nach Paris. Dort war sie vier Mal am jährlich stattfindenden Salon des Réalités Nouvelles im Musée d’Art moderne de la Ville de Paris beteiligt. In diesen Jahren des regen Gedankenaustausches mit zahlreichen Künstlern begann sie ihre Kompositionen zu vereinfachen. Anfänglich malte sie Bilder kontrastierender optischer Gebilde in einer Anordnung aus kleinen, geometrischen Formen in drei oder mehr kräftigen Farben. Später erforschte sie die unendlichen Möglichkeiten einer formalen Vereinfachung. Darüber hinaus experimentierte Herrera mit Symmetrie und Asymmetrie in hart abgesetzten Farbfeldern, Shaped Canvases und monochrom bemalten Installationen. 1954 kehrte sie endgültig nach New York zurück und setzte dort ihre Malerei fort. 2016 widmete das Whitney Museum of American Art in New York ihr eine große Perspektive.

Werke von Carmen Herrera in der Ausstellung