Carl Andre

  • Geboren 1935 in Quincy, Massachusetts, USA

Carl Andre besuchte von 1951 bis 1953 das Internat Phillips Academy in Andover, Massachusetts, und reiste anschließend nach Frankreich und England. Er war tief beeindruckt von Stonehenge. 1956 zog er nach New York, wo er eng mit seinen früheren Klassenkameraden Frank Stella (* 1936) und Hollis Frampton (1936–1984) zusammenarbeitete. Während dieser Zeit beschäftigte er sich mit dem literarischen Werk Ezra Pounds und entwickelte ein wachsendes Interesse an den Arbeiten Constantin Brâncuşis (1876–1957). Am bekanntesten sind Andres frühe, aus Einzelteilen zusammengesetzte Holzskulpturen und seine Equivalents-Serie – flache, läuferartige Arrangements aus gerasterten Metallelementen, die bei seiner ersten Galerieausstellung bei Tibor de Nagy in New York 1965 erstmals gezeigt wurden. Andre schrieb außerdem mehr als tausend Gedichte, die nach den Prinzipien des Serialismus optisch gegliedert sind. Von 1960 bis 1964 arbeitete er für die Pennsylvania Railroad. Die Erfahrungen, die er dort machte, prägten seine späteren Kunstwerke und seine persönliche Haltung. 1969 trat er der Art Workers Coalition bei, einer Künstlervereinigung, die sich für eine Reformierung der Museumspolitik einsetzte. 1966 nahm er an der Minimalismus-Ausstellung Primary Structures im Jewish Museum in New York teil. 1970 widmete ihm das Solomon R. Guggenheim Museum in New York eine Retrospektive.

Werke von Carl Andre in der Ausstellung