Bruce Conner

  • Geboren 1933 in McPherson, Kansas, Vereinigte Staaten
  • Gestorben 2008 in San Francisco, Kalifornien, Vereinigte Staaten

Bruce Conner studierte an der Wichita University und an der University of Nebraska, wo er 1956 den Bachelor of Fine Arts erwarb. Ein Stipendium ermöglichte ihm den Besuch der Brooklyn Museum Art School und der University of Colorado. Ab 1957 lebte und arbeitete er in San Francisco, wo er sich schon bald den Beatniks, Vertretern der Gegenkultur, anschloss. In seinen Collagen, Skulpturen, Gemälden, Fotografien, druckgrafischen Werken, Performances und Filmen verarbeitete er Fundobjekte.

Er gilt als Pionier des amerikanischen Experimentalfilms und des rhythmischen Schnitts; aus dem Kontext gerissene Filmschnipsel, die er irgendwo gefunden hatte, und Filmmaterial aus Wochenschauen, B-Movies, Archivaufnahmen, pädagogischen und Wirtschaftsfilmen setzte er neu zusammen. Mit dem auf diese Weise entstandenen Film A Movie hatte er 1958 seinen Durchbruch.

Bekannt wurde Conner darüber hinaus durch seinen innovativen Einsatz von Musik als strukturierendes Element (Cosmic Ray, 1961) und seine kritische Haltung gegenüber den Medien des Mainstream. Auch mit gesellschaftspolitischen Themen der Nachkriegszeit setzte er sich kritisch auseinander, so z.B. mit der Ermordung John F. Kennedys (Report, 1967) oder der atomaren Bedrohung (Crossroads, 1976). Die renommierte Ferus Gallery in Los Angeles widmete ihm 1962 eine Einzelschau. 1967 zeigte er im Rahmen der Ausstellung Funk Art am University Art Museum im kalifornischen Berkeley figurative Arbeiten aus der Bay Area.

Werke von Bruce Conner in der Ausstellung