Beauford Delaney

  • Geboren 1901 in Knoxville, Tennessee, Vereinigte Staaten
  • Gestorben 1979 in Paris, Frankreich

Beauford Delaney, eine Schlüsselfigur der Harlem Renaissance, nahm zunächst Malunterricht bei Lloyd Branson (1853–1925) in Knoxville, ehe er 1924 in Boston mit dem Kunststudium begann. 1929 zog er nach New York, wo er, wie andere afroamerikanische Maler, den von Charles Alston (1907–1977) geleiteten Harlem Art Workshop in der 306 West 141st Street besuchte. Doch als Homosexueller unterhielt Delaney auch ein Atelier im Schwulenviertel Greenwich Village, genauer: in der Greene Street.

Ende der 1940er-Jahre stellte er vor allem seine unmittelbare Umgebung dar. Bekannt wurde er mit seinen Porträts prominenter Afroamerikaner wie z.B. Duke Ellingtons. 1930 wurden einige dieser Porträts in den Whitney Museum Studio Galleries in New York gezeigt. Während seiner New Yorker Zeit fand Delaney in den Schriftstellern Henry Miller (1981–1980) und James Baldwin (1924–1987) Freunde fürs Leben. 1953 folgte er Baldwin nach Paris, wo er bis zu seinem Tod lebte.

Trotz einer psychischen Erkrankung fuhr er mit seiner Arbeit fort und stellte weiter aus. Statt repräsentativer Porträts in Pastell und Straßenszenen schuf er nun vollständig abstrakte Gemälde in expressionistischer Manier. Mit ihren stets pastos aufgetragenen leuchtenden Farben erinneren Delaneys Gemälde in technischer Hinsicht an die Werke der Fauves und van Goghs. Kurz vor seinem Tod widmete ihm das Studio Museum in Harlem seine erste Retrospektive.

Werke von Beauford Delaney in der Ausstellung