Atsuko Tanaka

  • Geboren 1932 in Osaka, Japan
  • Gestorben 2005 in Nara, Japan

Atsuko Tanaka war eine führende japanische Avantgardekünstlerin. 1950 begann sie an der Kyōto-shiritsu Geijutsu Daigaku (Städtische Kunsthochschule Kyōto) zu studieren, doch 1951 wechselte sie an das städtische Kunstinstitut von Osaka, um sich intensiver mit der modernen westlichen Kunst beschäftigen zu können. 

Ihr Ehemann, der Künstler Akira Kanayama (* 1924), war 1952 Mitbegründer der Zero-kai (Zero-Gesellschaft), der sich auch Tanaka anschloss. 1955 ging Zero-kai in der Gruppe Gutai auf. 1954 schuf Tanaka die Serie Calendar – Papiercollagen mit einer Abfolge von Ziffern –, später begann sie sich für Alltagsmaterialien zu interessieren, z.B. für maschinell eingefärbte Textilien, elektrische Türglocken und Glühbirnen. 

Wir verdanken ihr viele innovative Werke, darunter interaktive Performances unter Einbezug neuer Technologien. Auf der ersten Gutai-Ausstellung 1955 präsentierte sie ihr erstes interaktives Werk: Work (Bell) – eine Reihe elektrischer Glocken. 

Am berühmtesten ist ihr Electric Dress (1956), ein kimonoähnliches Kleidungsstück aus farbig angemalten Glühbirnen, das ein Kritiker als „eine kraftvolle Verschmelzung des traditionellen japanischen Kimonos mit der modernen industriellen Technologie“ beschrieb. Die Lichter repräsentieren pulsierende Systeme im Inneren des menschlichen Körpers. 

Später kehrte Tanaka mit großformatigen Leinwänden, die ineinander verflochtene konzentrische Kreise und mäandernde Linien zeigen, zur Malerei zurück. Werke der Künstlerin finden sich in bedeutenden Privatsammlungen und öffentlichen Sammlungen, u.a. im Museum of Modern Art in New York

Werke von Atsuko Tanaka in der Ausstellung