Asger Jorn

  • Geboren 1914 in Vejrum, Dänemark
  • Gestorben 1973 in Århus, Dänemark

Asger Jorn zählt mit Guy Debord (1931– 1994) und Michèle Bernstein (geb. 1932) zu den Begründern der revolutionären Avantgardebewegung Situationistische Internationale. Jorn hatte am Vinthers Seminarium in Silkeborg ein Lehrerstudium begonnen, bevor er 1936 nach Paris ging, um an der Académie Contemporaine Malerei zu studieren – anfänglich bei Wassily Kandinsky (1866–1944), dann bei Fernand Léger (1881–1955). 1937 kehrte er nach Dänemark zurück und nahm ein Studium an der Kongelige Danske Kunstakademi in Kopenhagen auf. Bei der Besetzung Dänemarks durch die Deutschen 1942 schloss er sich dem kommunistischen Widerstand in seiner Stadt an. Die Nachkriegszeit stellt Jorns produktivste Phase dar. Er war Mitbegründer der avantgardistischen Künstlergruppe CoBrA 1948 in Paris und eine Schlüsselfigur der „Bewegung für ein Imaginäres Bauhaus“ (Movimento internazionale per una Bauhaus immaginista), die aus CoBrA hervorging. Zusammen mit dem französischen Lettristen Guy Debord bereitete er die Gründung der Situationistischen Internationalen im Jahr 1957 vor. Jorns Werk wurde in den 1950er- und 1960er-Jahren auf zahlreichen Ausstellungen präsentiert, darunter in der Kunsthalle Basel, im Stedelijk Museum in Amsterdam und im Louisiana Museum in Dänemark. Berühmt ist seine Ablehnung des Guggenheim Prize im Jahr 1964: Die Ankündigung der Auszeichnung kommentierte er mit einem bissigen Telegramm, in dem er das Museum beschuldigte, lediglich für sich selbst werben zu wollen, indem es einen Künstler „gegen dessen Willen“ vereinnahmte.

Werke von Asger Jorn in der Ausstellung