Antonio Berni

  • Geboren 1905 in Rosario, Argentinien
  • Gestorben 1981 in Buenos Aires, Argentinien

Antonio Berni erhielt 1925 ein Reisestipendium für Europa. Zunächst reiste er nach Spanien, anschließend ließ er sich in Paris nieder, wo er an der Académie de la Grande Chaumière Kurse bei André Lothe (1885–1962) und Othon Friesz (1879–1949) besuchte. Nach einer kurzen Stippvisite in seiner Heimat kehrte er 1927 nach Paris zurück, wo er bis 1930 lebte. 

Während dieser Zeit schuf er surrealistische Gemälde und beschäftigte sich mit dem Marxismus. Anfang der 1930er-Jahre begab er sich erneut nach Argentinien, das nach einem Militärputsch politisch und gesellschaftlich dahinsiechte. 

Bernis künstlerische Praxis blieb davon nicht unberührt. 1933 gründete er die Gruppe Nuevo Realismo und wandte sich der politischen Kunst zu, die Ungerechtigkeit und soziale Ungleichheit anprangerte und ihn nie wieder losließ. Im selben Jahr schuf er zusammen mit David Alfaro Siqueiros (1896–1974) das Wandbild Ejercicio Plástico

Seine großformatigen, sozialkritischen Gemälde zeichnen sich durch narrative Qualitäten und eine realistische Darstellungsweise aus. Mitte der 1950er-Jahre begann Berni aus Plunder und Industriemüll Assemblagen zu fertigen. 1958 erfand er die Figuren Juanito Laguna (einen Jungen aus den Slums) und Ramona Montiel (eine Prostituierte), deren Misere er in einer Reihe von Drucken und Assemblagen schilderte. 

Er repräsentierte Argentinien 1962 auf der Biennale von Venedig, wo er mit dem Großen Preis für Grafik ausgezeichnet wurde.

Werke von Antonio Berni in der Ausstellung