Anthony Caro

  • Geboren 1924 in New Malden, Vereinigtes Königreich
  • Gestorben 2013 in London, Vereinigtes Königreich

Anthony Caro studierte Ingenieurswesen am Christ’s College in Cambridge. In den Semesterferien besuchte er Kunstkurse und arbeitete im Atelier des Bildhauers Charles Wheeler (1892–1974). Nach dem Militärdienst, den er von 1944 bis 1946 in der Royal Navy leistete, studierte er Bildhauerei am Regent Street Polytechnic und an der Royal Academy.

Anfang der 1950er-Jahre war Caro Assistent von Henry Moore (1898–1986) und begann an der St Martin’s School of Art zu unterrichten. Seine frühen Skulpturen sind expressiv und figurativ. 1959 lernte er den Kritiker Clement Greenberg (1909–1994) kennen, der ihn zum Einsatz von Materialien aus der Industrie ermunterte. Bei seiner ersten Reise in die USA 1959 lernte Caro den Bildhauer David Smith (1906–1965) und einige Vertreter der Farbfeldmalerei kennen. Im Jahr darauf schuf er seine ersten abstrakten Stahlskulpturen, 1961 sein erstes polychromes Werk.

Seinen Durchbruch hatte Caro 1963 mit einer Einzelausstellung in der Whitechapel Gallery in London. Seine in leuchtenden Farben bemalten, raumgreifenden abstrakten Skulpturen wurden ohne Podeste ausgestellt – eine Präsentationsweise, die eine neue Beziehung zwischen Kunstwerk und Betrachter herstellte. 1966 nahm Caro an der Ausstellung Primary Structures im Jewish Museum in New York teil, 1966 und 1969 an der Biennale von São Paulo. Er arbeitete auch mit Bronze, Silber, Blei, Stein, Holz und Papier. In den 1970er-Jahren gab er die farbige Gestaltung seiner Werke auf und später kehrte er zur figürlichen Plastik zurück.