Andrzej Wróblewski

  • Geboren 1927 in Vilnius, Litauen
  • Gestorben 1957 in Tatra-Gebirge, Polen

Andrzej Wróblewski gilt mit seinem unverwechselbaren realistischen Stil als einer der bedeutendsten polnischen Künstler der Nachkriegszeit. Nach dem Krieg zog er nach Krakau und studierte an der Jagiellonen-Universität Kunstgeschichte (1945–1948) sowie an der Kunstakademie (1945–1952). 

Schon als Student sprach er sich gegen die Stilrichtung des Kapismus (Polnischer Kolorismus) aus, der damals in akademischen Kreisen vorherrschend war. Auf der Suche nach einem persönlichen, nicht von Ideologien belasteten Stil gründete er 1948 an der Krakauer Kunstakademie eine Schule für Autodidakten. 

Seine Ölbilder und Gouachen vereinen surrealistische und abstrakte Elemente sowie geometrische, stilisierte Formen. In den späten 1940er-Jahren arbeitete er vor allem an der Serie Hinrichtungen, die die Grausamkeiten während der deutschen Besatzung Polens thematisiert. 

In dieser Zeit trat er auch als Kritiker und Theoretiker hervor und veröffentlichte knapp achtzig Artikel über Kunst und Literatur. Oftmals bemalte er die Leinwand auf beiden Seiten und schuf so provokante, häufig auch widersprüchliche Bildpaare. 

In den frühen 1950er-Jahren wandte er sich für kurze Zeit dem Sozialistischen Realismus zu, und ab 1955 wurde die Familie sein bevorzugtes Sujet. Wróblewski kam mit 29 Jahren bei einem Unfall in den Bergen ums Leben.

Werke von Andrzej Wróblewski in der Ausstellung